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Vorösterliche Zeit 2008
Nie in unserem Leben war Ostern so früh im Jahr, doch die Natur spielt mit und ist schon kräftig am Erwachen. Daran können sich hoffentlich auch diejenigen von Ihnen erfreuen, die ans Zimmer oder sogar an Bett gefesselt sind, was einst Tante Rita jahrelang in Allmendingen aushalten mußte und die den Helferbund trotzdem noch bis zum Schluß mit inhaltsreichen und aufmunternden Helferbriefen versorgte. Bei unserer Altersstruktur ist es keineswegs verwunderlich, daß jedes Jahr viele Mitglieder ausfallen, weil sie aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr schreiben und spenden können – obwohl sie es vermutlich noch gern wollten. Bitte teilen Sie mir mit, wenn Sie noch Interesse an den Helferbriefen haben, aber keinen Jahresbeitrag in Höhe von 10,- € mehr zahlen können! Momentan zähle ich noch 114 Mitglieder und Freunde. Auch bei nachlassender Mitgliederzahl müssen wir notgedrungen einige Regularien beachten, wenn wir unsere Gemeinnützigkeit bewahren wollen.
Darum findet am Samstag, den 20. September, unsere turnusgemäße Mitgliederversammlung des „Helferbundes Rita von Gaudecker“ in meiner Wohnung statt. Es wäre schön, wenn außer dem Vorstand auch noch ein paar andere Mitglieder kommen könnten, deren Pflicht es dann ist, die Entlastung des gegenwärtigen Vorstandes zu beantragen. Unmittelbar im Anschluß daran findet die Vorstandssitzung der „Rita von Gaudecker Stiftung“ statt. Den August über werde ich wieder in Hinterpommern bei den letzten evangelischen Deutschen in Hinterpommern sein, in der ersten September-Woche stößt dann auch Mechthild dazu. Da werden wir sicherlich mancherlei über Veränderungen und ebenso über gleichbleibende Sorgen – denn die scheinen sich automatisch bei wachsendem Alter zu vermehren – zu berichten haben.
Weil auch ich seit meinem 71. Geburtstag vor einem guten Jahr die Alterslasten zu spüren beginne, fuhr ich diesen Winter nicht nach Köslin, zumal mir meine treue Reisegefährtin Marie Luise von Ivernois fehlt, sondern ließ die Diakonieschwester Iza zur Berichterstattung nach Hannover kommen, begleitet von unserem beratenden Stiftungs-Vorstandsmitglied Ella Schurr aus Köslin. Wir mußten ja den Jahresbericht der Diakoniestation ins Deutsche übertragen, außerdem stellte ich die beiden Damen bei der Stiftungsaufsicht der Landeskirche Hannovers vor und am 9. Februar waren sie mit eigenem Stand bei der landeskirchlichen Eröffnung der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ in Nienburg / Weser vertreten, um zu zeigen, daß die Sorgen der Osteuropäer nicht erst in der Ukraine oder gar in Sibirien beginnen. Außerdem konnten sie im VW-Bully noch einiges von uns und aus einer Haushaltsauflösung in Lübeck mit nach Köslin für die Schützlinge dort zurücknehmen.
Dankbar bin ich für Ihre tätige finanzielle Unterstützung und alle aufmunternden Zeilen. Regelmäßig kommt Post von Elsa Britzius, deren Mann wohl zunehmend gesundheitliche Probleme hat und die nur durch unseren Zuschuß über die Runden kommen. Schwester Christa Hamel hat nach ihrer Genesung wieder den Besuchsdienst in Halberstadt aufgenommen und gestern rief mich eine von M. L.von Ivernois' Schützlingen aus Dresden an, um mir zu sagen, wie dankbar sie für die Weihnachtsspende gewesen sei, das möchte ich doch an alle Damen weitergeben. Sie hofft, daß sich sich von ihrer OP so weit erholt, daß sie wieder ein paar Schritte vor die Türe kommt. Ganz besonders möchte ich mich für Spenden anläßlich eines Geburtstages bedanken und für die Kranzspende anläßlich der Beerdigung von Gudrun von Wühlisch aus der Stuttgarter Gruppe.
Die bis zuletzt noch äußerst aktive Stuttgarter Gruppe mit der Gruppenleiterin Ingrid Kühne ist jetzt auch an die Zentrale überführt worden. Ich heiße die Gruppenmitglieder in der Zentrale herzlich willkommen und möchte mich ausdrücklich für den jahrzehntelangen Einsatz von Ingrid Kühne bedanken. Damit gibt es keine regionale Gruppen mehr – schade! Nur die Braunschweiger treffen sich noch in der Adventszeit zum Kaffee bei ihrer ehemaligen Gruppenleiterin Erika Borek, an dem meine Tochter Mechthild und ich 2007 auch teilnehmen konnten. Sie ist ja auch im Vorstand und zuständig für alles Elektronische und Finanzielle, damit die Bilanzen stimmen. Wir legen sie bei der Mitgliederversammlung vor und schicken sie auf Wunsch gern zu.
Nicht nur wir Flüchtlinge und Heimatvertriebenen haben HEIMWEH - das gab es auch schon früher zu Friedenszeiten, wie Tante Rita es eindringlich schildert. Wer von uns spürte nicht schon Heimweh nach der Kindheit, die uns rückblickend wie ein Paradies erscheint? Nun wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest! Möge das Erwachen der Natur auch Ihnen frische Kräfte und neuen Lebensmut geben! In der Hoffnung, doch einige von Ihnen am 20.9.08 zu sehen, bin ich mit Helfergruß stets Ihre